Wir sind stolz, Teil einer Plattform zu sein, die Institutionen, Galerien und Kunstschaffende zusammenbringt – und die Öffentlichkeit einlädt, zeitgenössische Kunst hautnah zu erleben.

Während des Wochenendes vor der Art Basel verwandelt sich Zürich in eine vor Kreativität vibrierende Stadt, die Kunstliebhaber, Sammler und Fachleute aus aller Welt vereint. Anlässlich der neunten Ausgabe des Zurich Art Weekends präsentiert das Team der Julius Bär Kunstsammlung in Zusammenarbeit mit den Veranstaltern zwei Videos von Atelierbesuchen bei Kunstschaffenden der Sammlung: Marc Bauer (*1975) und Katja Schenker (*1968). Beide präsentieren während des Zurich Art Weekends ihre Arbeiten in Einzelausstellungen. Die Atelierbesuche bieten einen intimen Einblick in die kreative Welt der Kunstschaffenden, enthüllen ihre Inspirationen und Arbeitsweisen und spiegeln unser Engagement wider, dauerhafte Beziehungen zu Künstlern aufzubauen.

Marc Bauer wandte sich in seinem Schaffen zunächst verschiedenen Medien zu, wobei sich die Zeichnung als Schwerpunkt herauskristallisierte. Bilder im Kontext politischer, historischer, sozialer oder kultureller Begebenheiten spielen eine zentrale Rolle. Motive, die der Künstler aus Erinnerungen, in Archiven, aufgrund von Fotografien historischer Ereignisse oder im Internet recherchiert, werden zu etwas Neuartigem transformiert: Sind Bilder objektiv? Durch Neuinterpretation bestehender Bilder erkundet Marc Bauer wie sich Geschehenes und die sich stetig wandelnden Machtstrukturen auf die Gegenwart auswirken. Bereits Mitte der 2000er Jahre erwarb die Kunstkommission eine erste Serie von Schwarz-Weiß-Zeichnungen mit dem Titel „Eine kleine Geschichte der Infamie II“ des in Zürich lebenden Künstlers für die Sammlung. Weitere Arbeiten wie u.a. ‘The Default Brain, Les Grands Ensembles’ (2022) – in der Marc Bauer ein Narrativ des Unterbewusstseins kreiert – folgten.

Katja Schenker konzentriert sich in ihrem künstlerischen Schaffen auf Live-Performances, Zeichnungen, Skulpturen und Installationen. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten sind meist körperliche Aktionen, die sie in ihrer räumlichen und zeitlichen Dimension zu erfassen sucht. Im physischen Akt lotet Schenker Körpergrenzen aus und erforscht Räume – denjenigen, den sie selbst einnimmt wie auch denjenigen, den sie erschafft. Gegenstände oder Materialien wie Beton, Textilien oder Pigmente werden durch Druck, Reibung oder Bewegung in neue Seinszustände transformiert. Oftmals wird dieser Prozess über verschiedene Medien hinweg fortgesetzt, sowie im Gemälde ‘Could Be You, Still’ (2025) der Julius Bär Kunstsammlung, das sich durch dynamische Linienführung in eindringlichem Zinnoberrot auszeichnet und im Zentrum den Abdruck des Körpers der Künstlerin aufweist: Körperbewegung verewigt sich mittels Zeichnung auf Leinwand. 

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