This page is not available in your selected language. Your language preference will not be changed but the contents of this page will be shown in English.

*Su ubicación actual es una aproximación en función de su dirección IP y no necesariamente corresponde con su nacionalidad o su domicilio.

Language:

Spezialstudie der Bank Julius Bär anlässlich der FIA Formula E Championship

Compartir

Früher bedeutete der Besitz eines Autos unbeschwerte Lebensfreude und war ein Ausdruck der Identität – heute jedoch belasten Emissionsziele, Steuern, hohe Benzinkosten und Verkehrsstaus das Autofahren. Dass es auch anders geht, zeigt die neue FIA Formula E Championship, die weltweit erste Motorsportserie für rein elektrische Rennwagen, am 23. Mai 2015 in Berlin. Aber wie sieht die zukünftige Verbreitung der Elektromobilität fernab der Rennstrecke aus? Inwieweit hat die Gesellschaft dieses Thema bereits aufgenommen? Anlässlich der Rennserie und als exklusiver Globaler Partner dieser Meisterschaft, analysierte die Bank Julius Bär in einer Spezialstudie die Zukunft der Automobilindustrie.

Frankfurt am Main, 20. Mai 2015 – Die Automobilindustrie spielt bei den weltweiten Bemühungen um eine sauberere und effizientere Nutzung unserer Ressourcen eine entscheidende Rolle. Denn immerhin entfallen 16% des globalen CO2-Ausstoßes auf den Straßenverkehr. Die strengen, neuen EU-Verordnungen schreiben vor, dass Neufahrzeuge ab 2021 im Durchschnitt nur noch 95 g CO2 pro Kilometer ausstoßen dürfen. Heute sind es 127 g/km, im Jahr 2000 waren es sogar noch 172 g/km. „Damit steht die Automobilindustrie vor einer großen Herausforderung. Sie muss die Schadstoffemissionen innerhalb von zwei Jahrzehnten halbieren“, fasst Norbert Rücker, Head Commodity Research der Bank Julius Bär, die Situation der Branche zusammen. 

Steigende Effizienz von Verbrennungsmotoren – die aber noch nicht ausreicht

Die Fahrzeughersteller konnten die Effizienz von Verbrennungsmotoren seit 2000 um gut 25% erhöhen. Angesichts der strengen CO2-Vorgaben, die weltweit eingeführt werden, ist dies allein jedoch nicht ausreichend. Daher haben die Autofirmen den Blick über den Tellerrand gewagt und auch alternative Antriebskonzepte wie Elektro-, Erdgas- und Brennstoffzellenfahrzeuge in ihre Programme aufgenommen. Diese technologische Mischung ist nicht nur wünschenswert, sondern notwendig, um die Vorgaben zu erfüllen. 

Neue Vorlieben der Verbraucher

Hollywood-Stars, die aktiv für elektrische Fahrzeuge werben, oder die erste Rennserie der Welt für

Elektroautos – die FIA Formula E – tragen dazu bei, dass sich immer mehr Fahrer mit dem Gedanken an ein kraftstoffeffizienteres Fahrzeug anfreunden. Die Verbraucher sind es leid, hohe Steuern und Benzinkosten zu zahlen. Attraktive staatliche Kaufanreize sorgen dafür, dass der Traum eines schadstofffreien Kleinwagens für den Stadtverkehr schnell Realität wird, ohne auf ein größeres Auto mit mehr Reichweite für längere Fahrten verzichten zu müssen. Die Fortschritte in der Batterietechnologie liefern Energie zu geringeren Kosten. 

Die Zukunft: Automobilhersteller sind auf Zulieferer angewiesen

In einer Welt, in der sich die Technologie rasant weiterentwickelt, um die strengen CO2-Vorgaben zu erfüllen und gleichzeitig für mehr Lebensqualität und Sicherheit zu sorgen, sind die Autoproduzenten auf die Unternehmen hinter dieser komplexen Technik angewiesen: die Zulieferer. In einem modernen Oberklassen-Fahrzeug befinden sich siebenmal so viele Zeilen Programmcode wie in einer Boeing 787. Auch die zunehmende Vernetzung der Autos untereinander und mit der Infrastruktur führt unseres Erachtens dazu, dass die Automobilzulieferer gegenüber den Herstellern einen immer größeren Teil zur Wertschöpfung beitragen. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die Automobilzulieferer-Industrie seit der Finanzkrise zu den erfolgreichsten Sektoren gehört – ein Trend, der sich unserer Ansicht nach fortsetzen wird. 

Weitere Ergebnisse zum Thema „Energy Transition: Die Automobilindustrie der Zukunft“ finden Sie in der beiliegenden Studie.