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Automatischer Informationsaustausch (AIA)


EINFÜHRUNG

Im Rahmen der Bekämpfung von grenzüberschreitendem Steuerbetrug und grenzüberschrei-tender Steuerhinterziehung sowie mit der Zielsetzung, eine internationale Transparenz von relevanten Kontoinformationen auf globaler Ebene zu schaffen, hat die OECD die Einführung des Common Reporting Standard (CRS) beschlossen. Der CRS ist ein Meldestandard, durch
den ein automatischer Informationsaustausch (AIA) über Finanzkonten zwischen einzelnen Staaten ermöglicht wird. Mit dem AIA soll die Wirksamkeit im Kampf gegen die  Steuerhinter-ziehung erhöht werden mit dem Ziel, die Steuerehrlichkeit zu fördern und die Transparenz zu erhöhen. Damit soll die Integrität der Steuersysteme der teilnehmenden Staaten unterstützt werden.

POSITION VON JULIUS BÄR ZUM AIA

Der AIA, zu dessen Umsetzung die Finanzinstitute eines teilnehmenden Staates verpflichtet sind, obliegt der nationalen Gesetzgebung. Die Julius Bär Gruppe sowie alle ihre Gesellschaften haben sich zur konsequenten Umsetzung der für den AIA erforderlichen Anforderungen ver-pflichtet.
Die Buchungszentren von Julius Bär in Deutschland, Guernsey, Luxemburg und Indien sind in sogenannten «Early Adopter»-Jurisdiktionen ansässig. Diese wenden die neuen Sorgfaltspflichten gemäss dem CRS seit dem 1. Januar 2016 an und werden ab 2017 mit dem Informationsaustausch beginnen. Alle anderen Julius Bär Buchungszentren folgen ein Jahr später.

BETROFFENE KUNDEN

Kunden, die in einem anderen Staat steuerlich ansässig sind als dem, in dem das Finanzkonto gehalten wird, unterstehen den Sorgfalts- und Rapportierungspflichten gemäss dem AIA. Die Anwendung dieser Anforderungen betrifft sowohl Konten von natürlichen als auch von juristischen Personen. Trusts und Stiftungen, die nicht selbst als Finanzinstitute gelten, sind ebenso eingeschlossen. Ein Kunde (natürliche oder juristische Person) ist dann vom AIA betroffen,

  • wenn der Staat seiner steuerlichen Ansässigkeit nicht identisch ist mit dem Land, in dem er ein Finanzkonto bei Julius Bär hält (z. B. ein in Deutschland ansässiger Kunde mit einem Konto
    bei Bank Julius Bär & Co. AG, Zürich), und
  • wenn diese Länder den Austausch von Daten im Rahmen des CRS vereinbart haben (zwischen Deutschland und der Schweiz besteht beispielsweise eine zwischenstaatliche Vereinbarung) und
  • wenn – bei juristischen Personen – das Unternehmen nicht von der Meldepflicht nach dem AIA ausgenommen ist.

DOKUMENTATIONSANFORDERUNG FÜR BETROFFENE KUNDEN

Wenn ein Abkommen besteht, muss die Bank, bei der das Konto geführt wird, anhand diverser Kriterien prüfen, ob der Kunde nach dem AIA meldepflichtig ist. Diese Kriterien unterscheiden sich je nachdem, ob das Finanzkonto von einer natürlichen oder einer juristischen Person ge-führt wird. Bei der Eröffnung eines neuen Kontos erhebt die Bank mit Hilfe von Formularen (z. B. Eigenerklärungen), die Teil des Kontoeröffnungsverfahrens sind, die erforderlichen Infor-mationen. Bei Bestandskunden wird die Bank Informationen einfordern, wenn die vorhandenen
Unterlagen nicht ausreichen, um die steuerliche Ansässigkeit zu ermitteln, und/oder wenn die Klassifikation des Rechtsträgers nicht eindeutig bestimmt werden kann.

PARTIZIPIERENDE STAATEN UND STATUS DER BILATERALEN VERTRÄGE 

Bislang haben sich 101 Staaten zur Umsetzung des AIA verpflichtet. Die Durchsetzung unterliegt jedoch nationalem Recht und muss von jedem Staat gesondert
in Kraft gesetzt werden. Mehr länderspezifische Bestimmungen sind auf dem OECD Portal zum Automatischen Informationsaustausch zu finden.
Informationen zu den bereits abgeschlossenen bilateralen Verträgen (z.B. welches Land wird die Daten mit welchem anderen Land austauschen) können unter http://www.oecd.org/tax/automatic-exchange/international-framework-for-the-crs/exchange-relationships/ eingesehen werden.

KUNDEN GEBUCHT IN DER SCHWEIZ

Die Meldungen erfolgen erstmals 2018; dann werden Daten für das Kalenderjahr 2017 aus-getauscht. Für den ersten Berichtszeitraum muss Julius Bär diejenigen Kunden melden, die 2017 ihre(n) steuerlichen Wohnsitz(e) in einem Land haben, mit dem sich die Schweiz auf den Datenaustausch geeinigt hat (sogenannter meldepflichtiger Staat aus Sicht der Schweiz). Eine offizielle, aktuelle Liste der meldepflichtigen Staaten aus Sicht der Schweiz finden Sie publiziert auf der Seite des Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF): https://www.sif.admin.ch/sif/de/home/themen/internationale-steuerpolitik/automatischer-informationsaustausch.html

Kontakt Medien

Valeria Ancarani
  • Jan Vonder Muehll
  • Global Media Relations
  • Head Media Relations
  • Tel.+41 (0)58 888 8888
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