Deutlicher Anstieg des Konzerngewinns – Netto-Neugeld und Cost/Income Ratio im Zielbereich

  • Der den Aktionären der Julius Bär Gruppe AG zurechenbare IFRS-Konzerngewinn stieg um 26% auf rekordhohe CHF 444 Mio. und der IFRS-Gewinn pro Aktie um 25% auf CHF 2.04.
  • Adjustierter (1) Konzerngewinn der Gruppe um 19% auf rekordhohe CHF 480 Mio. gesteigert. Der den Aktionären der Julius Bär Gruppe AG zurechenbare Gewinn pro Aktie erhöhte sich um 20% auf CHF 2.20.
  • Verwaltete Vermögen von CHF 400 Mrd., ein Zuwachs von CHF 11 Mrd. oder 3% seit Ende 2017.
  • Netto-Neugeld von CHF 10 Mrd., oder mehr als 5% annualisiert, klar innerhalb des Zielbereichs von 4–6%. Die Anzahl Kundenberater nahm seit Jahresbeginn um 79 zu.
  • Nahezu unveränderte Bruttomarge von 91.5 Basispunkten (Bp).
  • Die adjustierte Cost/Income Ratio (2) verbesserte sich von 69.1% im ersten Halbjahr 2017 auf 67.3% und liegt komfortabel innerhalb des mittelfristigen Zielbereichs von 64–68%.
  • Die adjustierte Vorsteuermarge stieg von 28.4 Bp auf 29.8 Bp und näherte sich der mittelfristigen Zielmarge von 30 Bp.
  • BIZ CET1 Kapitalquote 13.7% und BIZ Gesamtkapitalquote 20.2%; deutlich über den regulatorischen Mindestanforderungen und den eigenen Untergrenzen der Gruppe.

Bernhard Hodler, Chief Executive Officer der Julius Bär Gruppe AG, sagte: „Ich freue mich, dass wir unsere Zielvorgaben fortlaufend erreichen und heute den bis dato höchsten Konzerngewinn ausweisen. Nach einem starken und positiven Beginn beendeten die Märkte das erste Halbjahr angesichts möglicher Auswirkungen handelspolitischer Spannungen und eines bevorstehenden Endes der quantitativen Lockerung eher verhalten. Dies ist ein anspruchsvolles Umfeld, aber eines, in dem unsere Stärke als vertrauenswürdiger Berater unserer Kunden zum Tragen kommt. Aufgrund der derzeitigen Prognosen bleibe ich zuversichtlich, dass wir unsere Ziele bezüglich Nettozuflüssen und Kosteneffizienz dieses Jahr erreichen werden.“

Verwaltete Vermögen seit Ende 2017 um 3% höher, unterstützt durch robuste Nettozuflüsse und die Übernahme von Reliance
Die verwalteten Vermögen beliefen sich nach den ersten sechs Monaten auf CHF 400 Mrd., was einer Zunahme von über CHF 11 Mrd. oder 3% seit Ende 2017 entspricht. Das Wachstum beruht auf einem Netto-Neugeldzufluss von CHF 10 Mrd.; hinzu kamen CHF 4.5 Mrd. aus der Übernahme von 95% der brasilianischen Reliance Group (am 4. Juni 2018 erfolgreich abgeschlossen) sowie ein positiver Währungseffekt von CHF 1 Mrd. Diese positiven Beiträge wurden teilweise durch eine negative Marktentwicklung von CHF 4 Mrd. kompensiert, da führende Aktienmärkte in der Schweiz, Europa und Asien gegen Ende des ersten Halbjahres schwächer tendierten.

Der annualisierte Netto-Neugeldzufluss von 5.1% lag klar innerhalb des mittelfristigen Zielbereichs der Gruppe (4–6%). Alle Regionen verzeichneten Nettozuflüsse, mit besonders grossen Beiträgen von Kunden mit Domizil Europa, Schweiz und Asien. Die soliden Zuflüsse von bestehenden und neuen Kunden wurden leicht abgeschwächt aufgrund von Deleveraging durch Kunden in Asien und im Nahen Osten, die der allgemeinen Marktstimmung folgten und ihre Portfolios vorsichtiger positionierten.

Einschliesslich der Custody-Vermögen von CHF 68 Mrd. wuchsen die gesamthaft verwalteten Kundenvermögen seit Ende 2017 um 2% auf CHF 467 Mrd.

Betriebsertrag um 12% gesteigert – Bruttomarge stabil
Der Betriebsertrag erhöhte sich auf CHF 1’789 Mio. Der Anstieg von 12% gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 entsprach der durchschnittlichen monatlichen Zunahme der verwalteten Vermögen (auf CHF 391 Mrd.) und ergab eine nahezu unveränderte Bruttomarge von 91.5 Bp (H1 2017: 91.6 Bp).

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft wuchs um 10% auf CHF 1’015 Mio., bedingt durch einen Anstieg der vermögensabhängigen Kommissionserträge von 11% und eine Zunahme der Courtagen von 8%. Der Beitrag von Kairos war trotz einer Steigerung der verwalteten Vermögen leicht geringer.

Der Erfolg aus dem Zins- und Dividendengeschäft ging um 2% auf CHF 554 Mio. zurück. Darin enthalten waren Dividendenerträge aus Handelsbeständen von CHF 159 Mio., die im Vergleich zum Vorjahr um 12% tiefer lagen. Ohne diese Position erhöhte sich der zugrundeliegende Erfolg aus dem Zins- und Dividendengeschäft um 2% auf CHF 395 Mio. Der positive Beitrag der höheren Kreditvolumina und -zinsen wurde durch eine Reduktion im Portfolio der finanziellen Vermögenswerte und durch die höhere Verzinsung der USD-Kundeneinlagen grösstenteils kompensiert.

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft erhöhte sich um 129% auf CHF 206 Mio. Einschliesslich der Dividendenerträge aus Handelsbeständen stieg der zugrundeliegende Erfolg aus dem Handelsgeschäft um 35% auf CHF 365 Mio. Diese Verbesserung resultiert aus einer Zunahme des gesamten Ertrags aus dem Devisenhandel und dem Handel mit strukturierten Produkten.

Der übrige ordentliche Erfolg (zu dem unter anderem Erträge aus assoziierten Unternehmen, Mieteinnahmen, Gewinne/Verluste aus der Veräusserung von Finanzanlagen aus dem zum Verkauf verfügbaren Portfolio gehören) blieb mit CHF 14 Mio. im Wesentlichen unverändert.

Cost/Income Ratio (2) innerhalb des mittelfristigen Zielbereich
Der Geschäftsaufwand nach IFRS nahm im Vergleich zur Vorjahresperiode um 8% auf CHF 1’246 Mio. zu. Dies ist zurückzuführen auf den um 11% auf CHF 847 Mio. gestiegenen Personalaufwand, die Erhöhung des Sachaufwands um 3% auf CHF 320 Mio., die um 5% auf CHF 60 Mio. gestiegenen Abschreibungen auf immateriellen Werten und die um 6% auf CHF 19 Mio. gesunkenen Abschreibungen auf Sachanlagen.

Wie in den Vorjahren werden in der Analyse und Diskussion der Ergebnisse in der Medienmitteilung und der Business Review beim adjustierten Geschäftsaufwand die akquisitionsbezogenen Integrations- und Restrukturierungskosten (CHF 4 Mio., was einem Rückgang von 80% gegenüber CHF 20 Mio. im H1 2017 entspricht) sowie die Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten im Zusammenhang mit Akquisitionen (CHF 36 Mio. gegenüber CHF 35 Mio. im H1 2017) ausgeklammert. Der adjustierte Geschäftsaufwand stieg um 10% auf CHF 1’206 Mio.

Mit 6’643 Vollzeitstellen erhöhte sich der Personalbestand um 7% bzw. 438 Vollzeitstellen in den zwölf Monaten seit 30. Juni 2017 und um 6% bzw. 351 in den sechs Monaten seit Ende 2017. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 nahm die monatliche durchschnittliche Anzahl der Mitarbeitenden um 5% auf 6’451 zu. Die Anzahl Kundenberater stieg auf 1’475 an. Dies entspricht einer Zunahme um 94 Stellen gegenüber Ende Juni 2017 sowie um 79 gegenüber dem Jahresende 2017 und ist auf die erfolgreichen Rekrutierungen sowie die Übernahme von 13 Kundenberatern der Reliance Group zurückzuführen.

Infolge des im Durchschnitt grösseren Personalbestands und einer Erhöhung der leistungsbezogenen Vergütung stieg der adjustierte Personalaufwand um 11% auf CHF 846 Mio.

Der adjustierte Sachaufwand erhöhte sich um 8% auf CHF 317 Mio., vor allem aufgrund höherer Marketingaufwendungen, einer Zunahme des Sachaufwands wegen des grösseren Personalbestands sowie geringfügig durch die um CHF 4 Mio. gestiegenen adjustierten Rückstellungen und Verluste.

Die adjustierten Abschreibungen auf Sachanlagen sanken um 5% auf CHF 19 Mio. und die adjustierten Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten stiegen um 7% auf CHF 24 Mio. Die Zunahme der adjustierten Abschreibungen widerspiegelt hauptsächlich die in den letzten Jahren gestiegenen IT-Investitionen.

Da die höheren Aufwendungen durch das robuste Ertragswachstum mehr als kompensiert wurden, verbesserte sich die adjustierte Cost/Income Ratio (2) von 69.1% im ersten Halbjahr 2017 auf 67.3% und liegt somit komfortabel innerhalb des mittelfristigen Zielbereichs von 64–68%.

Deutlicher Anstieg des Konzerngewinns
Der IFRS-Gewinn vor Steuern nahm im Vergleich zum Vorjahr um nahezu 24% auf CHF 543 Mio. zu. Die Ertragssteuern stiegen um 20% auf CHF 99 Mio., sodass sich der Konzerngewinn der Gruppe um mehr als 24% auf CHF 444 Mio. erhöhte. Unter Berücksichtigung der Minderheitsanteile von CHF 4 Mio. im ersten Halbjahr 2017 stieg der den Aktionären der Julius Bär Gruppe AG zurechenbare Konzerngewinn im ersten Halbjahr 2018 um 26%, und der Gewinn pro Aktie nahm um 25% auf CHF 2.04 zu.

Der adjustierte Gewinn vor Steuern stieg um 18% auf CHF 583 Mio., und die adjustierte Bruttomarge vor Steuern verbesserte sich auf 29.8 Bp, sehr nahe an der mittelfristigen Zielmarge von 30 Bp. Die entsprechenden Ertragsteuern beliefen sich auf CHF 103 Mio., was einer Steuerquote von 17.7% gegenüber 18.3% im ersten Halbjahr 2017 entspricht.

Der adjustierte Konzerngewinn der Gruppe erhöhte sich um 19% auf CHF 480 Mio. Unter Berücksichtigung der Minderheitsanteile von CHF 4 Mio. im ersten Halbjahr 2017 stieg der den Aktionären der Julius Bär Gruppe AG zurechenbare adjustierte Konzerngewinn im ersten Halbjahr 2018 um 20%, und der adjustierte Gewinn pro Aktie stieg ebenfalls um 20% auf CHF 2.20.

Kreditbuch stabil – Verhältnis von Ausleihungen zu Einlagen leicht rückläufig
Seit Ende 2017 stieg die Bilanzsumme um CHF 6 Mrd. oder 6% auf CHF 104 Mrd. Trotz Zunahme der verwalteten Vermögen blieb das gesamte Kreditbuch stabil bei CHF 47 Mrd. – bestehend aus Lombardkrediten von CHF 37 Mrd. und Hypotheken von CHF 10 Mrd. Da sich die Einlagen um CHF 3 Mrd. bzw. 4% auf CHF 70 Mrd. erhöhten, ging das Verhältnis von Ausleihungen zu Einlagen leicht zurück und betrug 66% (Ende 2017: 69%). Das den Aktionären der Julius Bär Gruppe AG zurechenbare Gesamtkapital lag bei CHF 5.8 Mrd., was einem Rückgang von weniger als 1% entspricht.

Solide Kapitalausstattung (3)
Nach einer teilweisen Reinvestition des Überschusskapitals der Gruppe in wertsteigernde Akquisitionen (restliche 20% an Kairos [Italien] im Januar 2018 sowie 95% der Reliance Group [Brasilien] im Juni 2018), stieg das CET1 Kapital auf CHF 2.7 Mrd. (gegenüber dem vollständig angewendeten CET1 Kapital von CHF 2.6 Mrd. per Ende 2017). Hauptsächlich aufgrund einer im März 2018 erfolgten Rückzahlung der am 18. September 2012 ausgegebenen unbefristeten Tier 1-Anleihen über CHF 250 Mio. verringerten sich das BIZ Tier 1 Kapital auf CHF 3.9 Mrd. (gegenüber dem vollständig angewendeten Tier 1 Kapital von CHF 4.1 Mrd. per Ende 2017) und das BIZ Gesamtkapital ebenfalls auf CHF 3.9 Mrd. (gegenüber dem vollständig angewendeten Gesamtkapital von CHF 4.2 Mrd. per Ende 2017).

Mit um 1% leicht tieferen risikogewichteten Aktiven von CHF 19.5 Mrd. stieg die BIZ CET1 Kapitalquote per Ende Juni 2018 auf 13.7% (gegenüber 13.5% per Ende 2017, vollständig angewendet), während sich die BIZ Gesamtkapitalquote geringfügig verringerte und 20.2% betrug (gegenüber 21.2% per Ende 2017, vollständig angewendet). Haupttreiber für den Rückgang der Tier 1-Leverage Ratio auf 3.8% (gegenüber 4.2% per Ende 2017, vollständig angewendet) waren die Rückzahlung der Tier 1-Anleihen und ein Anstieg des Gesamtengagements um 6% auf CHF 102 Mrd.

Auf diesem Niveau ist die Kapitalausstattung der Gruppe unverändert solide: Die CET1-Quote und die Gesamtkapitalquote bleiben deutlich über den eigenen Untergrenzen der Gruppe von 11% bzw. 15% und sehr deutlich über den regulatorischen Mindestanforderungen von 8.1% bzw. 12.3%, während die Tier 1-Leverage Ratio die regulatorischen Mindestanforderungen von 3.0% komfortabel übertrifft.

Die Präsentation des Halbjahresergebnisses wird um 9.30 Uhr (MESZ) via Webcast übertragen. Sämtliche Unterlagen (Präsentation, Business Review 1. Halbjahr 2018, Halbjahresbericht 2018, Tabellendokumente sowie die vorliegende Medienmitteilung) stehen unter www.juliusbaer.com zur Verfügung.

Diese Medienmitteilung liegt auch in englischer Sprache vor. Massgebend ist die englische Version.

Wichtige Termine
20. November 2018: Veröffentlichung des Interim Management Statements über die letzten zehn Monate
4. Februar 2019: Veröffentlichung und Präsentation des Jahresergebnisses 2018, Zürich
10. April 2019: Generalversammlung 2019, Zürich


Bitte beachten Sie den Disclaimer für zukunftsgerichtete Aussagen im Medienmitteilungs-PDF auf dieser Seite.


(1) Die in dieser Medienmitteilung und in der Business Review präsentierten und kommentierten adjustierten Ergebnisse entsprechen den geprüften IFRS-Finanzergebnissen exklusive Integrations- und Restrukturierungskosten sowie Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten im Zusammenhang mit früheren Akquisitionen oder Veräusserungen.
(2) Berechnet auf der Basis des adjustierten Geschäftsaufwands, abzüglich Rückstellungen und Verluste.
(3) Die mehrjährige Phase-in-Frist für Basel III ist Anfang 2018 zu Ende gegangen. Daher ist die zuvor verwendete Unterscheidung zwischen Kapitalquoten „auf phase-in-Basis“ bzw. „vollständig angewendeten“ Kapitalquoten nicht mehr relevant.