Julius Bär übernimmt die Commerzbank International SA Luxembourg, eine voll lizenzierte Privatbank mit knapp EUR 3 Milliarden an verwalteten Vermögen und einer Temenos-T24-Plattform. Diese Transaktion wird die Präsenz von Julius Bär in Luxemburg deutlich stärken. Zudem erhält die Gruppe dadurch zusätzliche strategische Flexibilität für ihr europäisches Geschäft und gewinnt wertvolle T24-Erfahrung für die Erneuerung ihrer Banking-Plattform.

Zürich/Luxemburg, 16. Dezember 2015 – Julius Bär hat heute bekannt gegeben, dass sie von der Commerzbank AG die Commerzbank International SA Luxembourg („CISAL“), eine etablierte und voll lizenzierte Privatbank mit knapp EUR 3 Milliarden an verwalteten Vermögen, übernimmt. Diese Transaktion wird die Position von Julius Bär im Finanzzentrum Luxemburg deutlich stärken. Die Kundenvermögen von CISAL sind auf einem Buchungszentrum gebucht, das auf einer T24-Banking-Plattform von Temenos läuft. Zum Personal von CISAL zählt auch ein sehr erfahrenes IT-Team, das über wertvolle Erfahrung mit der Temenos-T24-Technologie verfügt. Wie in diesem Jahr bekannt gegeben, hat Julius Bär Temenos als Partner für die Planung der Erneuerung ihrer Banking-Plattform ausgewählt. Der Übernahmepreis beträgt ungefähr EUR 68 Millionen, unter der Annahme, dass als Teil der Transaktion EUR 25 Millionen an regulatorischem Kapital übertragen werden. Der Restrukturierungs- und Integrationsaufwand wird voraussichtlich ungefähr EUR 20 Millionen ausmachen.

Der Abschluss der Transaktion wird für den Sommer 2016 erwartet, vorbehaltlich der Genehmigung durch die Behörden und im Anschluss an die Abkopplung der lokalen IT-Plattform. Nach dem Abschluss wird Julius Bär in Luxemburg auf Pro-forma-Basis insgesamt Vermögen von rund CHF 5 Milliarden verwalten. Die Transaktion wird bereits nach ihrem Abschluss sofort einen positiven Beitrag zum adjustierten1 Gewinn leisten.

Boris F.J. Collardi, CEO von Julius Bär, kommentierte: „Die Übernahme einer voll lizenzierten Bank in Luxemburg sowie des Temenos-basierten Buchungszentrums und der damit verbundenen IT-Kompetenz gibt uns wichtige strategische Flexibilität für unser europäisches Geschäft. Darüber hinaus wird die Einführung unserer globalen Banking-Plattform unterstützt, indem Europa mit unserer Schweizer und asiatischen Plattformstrategie abgestimmt und so das Umsetzungsrisiko verringert wird.“

Gian A. Rossi, Leiter Nord-, Mittel- und Osteuropa, fügte hinzu: „Die auf Private Banking spezialisierte Geschäftseinheit mit ihrer stabilen Basis an europäischen Kunden passt sehr gut zum Geschäftsmodell und zur Strategie von Julius Bär. Wir freuen uns, dass wir unser lokales Geschäft im wichtigen internationalen Finanzzentrum Luxemburg deutlich vergrössern und mit der Vollbanklizenz neue geschäftliche Möglichkeiten wahrnehmen können.“

Bitte beachten Sie, dass die Veröffentlichung des Jahresergebnisses 2015 der Julius Bär Gruppe auf den 1. Februar 2016 vorverlegt wurde (ursprünglicher Termin: 2. Februar 2016).