This page is not available in your selected language. Your language preference will not be changed but the contents of this page will be shown in English.

Um Ihren aktuellen Standort zu wechseln, wählen Sie einen der aufgeführten Julius Bär Standorte oder klicken Sie auf International.

E-Services

Bitte auswählen
Weitere E-Services

* Die Identifikation Ihres Standorts erfolgt näherungsweise anhand Ihrer IP-Adresse. Der identifizierte Standort deckt sich nicht zwingend mit Ihrer Staatsbürgerschaft oder Ihrem Domizil.

Multi-Asset Class Mandat - Sustainability

1. Zusammenfassung

Das Multi-Asset Class Mandat – Sustainability weist ökologische und soziale Merkmale auf und tätigt zudem teilweise nachhaltige Investitionen. Das heißt, es wird in Unternehmen mit ausgezeichneten Unternehmensführungspraktiken bei gleichzeitigem Schwerpunkt auf strukturellen Änderungen innerhalb von Wirtschaft und Gesellschaft investiert. Eine Mindest-ESG-Bewertung von Unternehmen in welche das Mandat investiert, Ausschlüsse von kontroversen Wirtschaftsaktivitäten, thematische Schwerpunkte und ein Best-In-Class-Ansatz werden angewendet, um Investitionen mit den ökologischen und sozialen Merkmalen in Einklang zu bringen.

Die Einhaltung der ökologischen und sozialen Merkmale durch das Mandat wird darüber hinaus durch das Julius Baer Investment Controlling und Responsible Investment Committee sichergestellt, das ferner mit der Produktüberwachung und der Sorgfaltsprüfung des Mandats betraut ist.

2. Nachhaltiges Investitionsziel

Dieses Finanzprodukt tätigt teilweise nachhaltige Investitionen.

3. Ökologische oder soziale Merkmale des Finanzprodukts

Die Förderung solcher Merkmale durch dieses Finanzprodukt besteht in Anlagen in Unternehmen mit ausgezeichneten Unternehmensführungspraktiken bei gleichzeitigem Schwerpunkt auf strukturellen Änderungen innerhalb von Wirtschaft und Gesellschaft.

Der thematische Schwerpunkt des Produktes liegt auf der Auswahl von innovativen Marktführern und umfassenden Lösungen für die dringenden Fragen unserer Zeit: Wasserverbrauch, CO2-Emissionsverringerung, optimale Ressourcennutzung, Ernährung, Gesundheit und Befähigung der wirtschaftlichen Eigenständigkeit. Unser Fokus liegt auf strukturellen Veränderungen innerhalb der Wirtschaft und Gesellschaft.

4. Anlagestrategie

Für das Multi-Asset Class Mandat – Sustainability sind sämtliche Unternehmen, die an der Herstellung von Waffen, an Kernenergie, an Menschenrechtsverletzungen oder an Verstößen gegen internationale Abkommen beteiligt sind, ausgeschlossen.

Das Risiko mangelhafter Unternehmensführung von Unternehmen in welche das Mandat investiert, verringern wir durch Ausschluss derartiger Unternehmen. Hierzu zählen etwa Unternehmen mit unethischem Verhalten wie Bestechung oder Korruption.

Die Beurteilung der Unternehmensführung beinhaltet unter anderem Prüfungen der

  • Buchführungs- und Rechnungslegungspraktiken
  • Investitionsausgaben sowie der Forschungs- und Entwicklungskosten
  • nachhaltigkeitsbezogenen Ziele der Geschäftsleitung
  • Vergütungspraktiken auf Verantwortungsbewusstsein und Nachhaltigkeit

Das Anlageuniversum des Multi-Asset Class Mandats – Sustainability beinhaltet ausschließlich die Unternehmen, welche gemäß der ESG Bewertung die besten ca. 30 % einer jeden Teilbranche repräsentieren. Im Zuge dieser Anlagestrategie tätigt das Mandat teilweise nachhaltige Investitionen.

Das Multi-Asset Class Mandat – Sustainability investiert schwerpunktbasiert. Dabei spielen insbesondere zukunftsbezogene Themen eine gewichtige Rolle.

Die sechs konkreten Schwerpunkte sind:

  1. Wasserverbrauch
  2. CO2-Emissionsverringerung
  3. Effizienz/ optimale Ressourcennutzung
  4. Ernährung
  5. Gesundheit
  6. Befähigung der wirtschaftlichen Eigenständigkeit

5. Anteile der Anlagen

Die berücksichtigten Anlageklassen der Asset Allokation umfassen Geld-, Aktien- und Anleihenmärkte als auch Barmittel. Das Multi-Asset Class Mandat – Sustainability ermöglicht direkte Beteiligungen sowie Anlagen in Fonds und fondsähnlichen Produkten wie etwa ETF. 

In das Anlageuniversum aufgenommen werden ausschließlich Unternehmen, die die Auswahlkriterien erfüllen. Diese beinhalten wiederum Kriterien für den Ausschluss von Unternehmen, die Überprüfung der Unternehmensführung sowie einen Filter für die besten Unternehmen und thematische Schwerpunkte. Infolgedessen tragen sämtliche Anlagen dieses Produktes den ökologischen und sozialen Merkmalen Rechnung und bei mindestens 10 % handelt es sich zudem um nachhaltige Anlagen im Sinne der Verordnung der EU über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor. Der Langzeit Durchschnitt1 des Barmittelanteils beträgt 9%. Der Barmittelanteil dieser Anlagen darf zwischen 0 und 30 % variieren.

1 Der Langzeit Durchschnitt des Barmittelanteils bezieht sich auf den historischen zwei Jahres Durchschnitt per 14.10.2021

6. Überwachung der ökologischen und sozialen Merkmale

Die ökologischen und sozialen Merkmale des Multi-Asset Class Mandats – Sustainability sowie die Nachhaltigkeitsindikatoren gemäß Abschnitt 7 werden vom Julius Baer Portfolio Construction Team überwacht. Darüber hinaus wird die Umsetzung der Anlagestrategie fortlaufend durch das Investment Controlling and Responsible Investment Committee kontrolliert.

7. Methodologie

Gegenwärtig wird die Erfüllung der ökologischen und sozialen Merkmale eines Portfolios mithilfe von drei Nachhaltigkeitsindikatoren ermittelt: Treibhausgasemissionen, Wasserverbrauch und Abfallbehandlung. Gemessen werden diese Indikatoren derzeit anhand folgender Größen:

  • Treibhausgasemissionen:
    Emissionen in Tonnen/ Umsatz in Mio.1
  • Wasserverbrauch:
    Verbrauch in Kubikmetern/ Umsatz in Mio.
  • Abfallbehandlung:
    Abfallmenge in Tonnen/ Umsatz in Mio.

Sobald Daten zu weiteren Indikatoren seitens der Datenlieferanten verfügbar sind, prüft die Julius Baer Gruppe deren Einbindung in die Überprüfung der Erfüllung ökologischer und sozialer Merkmale. Aufgrund dieser anhaltenden Entwicklungen im Bereich der ESG-Daten behält sich Julius Baer das Recht auf Erweiterung, Änderung und Austausch der vorgenannten Indikatoren und/ oder Messgrößen vor.

1 Der Umsatz wird in der Referenzwährung des Mandats bemessen.

8. Datenquellen und -verarbeitung

Portfoliomanager werden sowohl mit ESG-Daten von MSCI als auch mit den internen Instrumentenkategorien von Julius Baer beliefert, welche die Nachhaltigkeitsambitionen des Anlegers widerspiegeln.

Die ESG-Daten von MSCI basieren sowohl auf Firmendaten, wie etwa Jahresberichten und Firmenwebsites, als auch auf Firmendaten, welche von mehr als 2.000 unabhängigen Medienquellen und spezialisierten Datenbanken stammen. Diese breite Menge an Daten und die MSCI-ESG-Datenmethodologie erlauben es MSCI eine Vielfalt an Datensätzen zu liefern.

Die Nachhaltigkeitsspezialisten von Julius Baer haben sowohl zu den ESG-Daten von MSCI als auch zu den internen Nachhaltigkeitskategorisierungen von Julius Baer Zugang. Aufgrund des mehrjährigen Geschäftsverhältnisses mit MSCI und deren Reputation als Zulieferer von hochqualitativen Daten werden lediglich zum Ausgleich fehlerhafter Auslegungen der Unternehmensführungsdaten und zur Qualitätssicherung von ESG-Daten weitere Datenqualitätsmaßnahmen eingesetzt. Die bereits erwähnte Julius-Baer-Methodologie zur Beurteilung der Unternehmensführung und das Responsible Investment Screening zur kriterienbasierten Einteilung von Instrumenten in die internen Nachhaltigkeitskategorien wurden entwickelt, um Firmen anhand von nachhaltigkeitsbezogenen Faktoren wirksam beurteilen und überwachen zu können.

9. Beschränkungen der Methodologie und Daten

Zurzeit liefert nur ein Datenlieferant ESG-Daten für einen spezifischen Satz an Direktinvestitionsinstrumenten. Obwohl kein Zweifel an der Datenqualität besteht, beschränkt dies die Abdeckung der Firmen- und Instrumentendaten auf das Universum dieses einen Datenlieferanten und auf die abgedeckten Arten von Instrumenten. Des Weiteren sind wichtige ESG-Daten wie etwa ESG-Bewertungen für Derivate nicht verfügbar.

Julius Baer hat eine eigene ESG-Bewertungsmethodologie für einschlägige gemeinsame Anlagen entwickelt, um die Verfügbarkeit von ESG-Bewertungen für solche Instrumente zu erhöhen. Die Entwicklungen im Bereich der Messgrößen für ESG-Daten und Indikatoren werden von unseren Nachhaltigkeitsspezialisten genau überwacht. So können diese zusätzlichen Informationen fortlaufend in unsere Bewertungs- und Überwachungsprozesse einfließen.

Um den genannten Beschränkungen entgegenzuwirken, ist eine Harmonisierung der ESG-Datenmethodologien und die Erweiterung der Abdeckung geplant. Zur Abdeckung weiterer Arten von Instrumenten und ESG-Messgrößen prüfen wir die Erweiterung der bestehenden Datenlizenzen durch weitere Datenlieferanten. Diese Prüfung ist noch nicht abgeschlossen.

10. Due Diligence

Due Diligence auf Anlagen wird durch das Responsible Investment Committee durchgeführt.
Das Responsible Investment Committee gewährleistet, dass Anlageentscheidungen die relevanten ESG-Informationen berücksichtigen. Es steht ferner im aktiven Austausch mit den Analysten und Portfoliomanagern von Julius Baer, um so die Risiken von Anlagen zu beschränken ohne dabei deren Unabhängigkeit zu beschränken. Firmen mit niedriger ESG-Bewertung und Bezug zu öffentlichen Kontroversen werden von Experten im Detail diskutiert, um deren Risiken zu bewerten. Stimmen unsere Analysten und Portfoliomanager einer niedrigen ESG-Bewertung der Datenlieferanten nicht zu, haben sie Rücksprache mit dem Responsible Investment Committee zu halten. Hierzu sind die erforderlichen Begründungen zusammenzutragen, um das Committee von einer Berichtigung der Bewertung zu überzeugen. Das Committee ist Bewertungen mit Stimmenmehrheit aufzuheben und zu berichtigen befugt. Die Unternehmen mit den besten Bewertungen werden durch das Committee einer jährlichen Prüfung unterzogen.

11. Richtlinien für den Dialog

Julius Baer ist der Ansicht, dass es zu den Aufgaben seiner Analysten und Portfoliomanager gehört, kritische ESG-Risiken zu ermitteln und zu analysieren, die sich auf die von ihnen abgedeckten Unternehmen auswirken, und ihre Erkenntnisse sodann im Rahmen regelmäßiger Treffen mit der Geschäftsführung der jeweiligen Unternehmen zu erörtern. Deshalb konzentriert sich Julius Baer darauf, diesen Dialog mit den Unternehmen schrittweise als normalen Bestandteil des Anlageprozesses zu etablieren. Die Notwendigkeit, sich mit der Geschäftsführung der Unternehmen über spezifische ESG-Themen auszutauschen, wird durch einen unternehmensspezifischen Bottom-up-Prozess ermittelt und/ oder kann das Ergebnis von Diskussionen innerhalb des Responsible Investment Committees sein. Der Dialog konzentriert sich in erster Linie auf ESG-Risiken, die wesentliche Auswirkungen auf die finanzielle Leistung haben könnten, sowie auf kontroverse Aktivitäten von Unternehmen, die sich negativ auf deren Ruf auswirken können. Im Rahmen des Multi-Asset Class Mandats – Sustainability von Julius Baer sprechen die Portfoliomanager im Zuge ihrer Gespräche mit der Geschäftsführung systematisch über eine Reihe verschiedener ESG-Themen.