Julius Bär anerkennt die Schlussfolgerungen, die, wie der Ankündigung der FINMA zu entnehmen ist, von der Gruppe proaktiv durch umfassende Abhilfemassnahmen und in Abstimmung mit der FINMA adressiert wurden. Diese Massnahmen wurden durch die völlig neu aufgestellte Geschäftsleitung und als Teil der neuen Strategie der Gruppe umgesetzt. 

Stefan Bollinger, Chief Executive Officer von Julius Bär, sagt: «Wir haben heute einen wichtigen Meilenstein erreicht, der die Anstrengungen bestätigt, die wir in den vergangenen 20 Monaten unternommen haben. Unser neu besetztes Führungsteam hat in Abstimmung mit der FINMA eine Reihe von Massnahmen ergriffen, um langjährige Altlasten anzugehen. Ich danke der FINMA für den offenen und konstruktiven Dialog ebenso wie unseren Mitarbeitenden für ihr Engagement, ihre Einsatzbereitschaft und Professionalität.»

Er fährt fort: «Diese weitreichenden Veränderungen haben Julius Bär zu dem einfacheren und stärkeren Unternehmen gemacht, das wir heute sind, mit einer soliden Grundlage und einer klaren strategischen Ausrichtung. Wir sind nun ganz auf die Zukunft fokussiert und freuen uns, nachhaltiges, qualitativ hochwertiges Wachstum und langfristige Wertschöpfung für unsere Kunden, Aktionäre und alle übrigen Interessengruppen zu schaffen.»

Neben der Abwicklung des Private-Debt-Geschäfts und verbundenen Massnahmen, die sich erheblich auf die Vergütung der involvierten Mitarbeitenden ausgewirkt haben, hat die Gruppe, zudem ein überarbeitetes Risiko- und Compliance-Rahmenwerk in Übereinstimmung mit der neuen, auf Wealth Management ausgerichteten Strategie eingeführt. Die Risikoorganisation und -prozesse wurden grundlegend gestärkt, dazu gehört auch die Trennung der Bereiche Risiko, Recht und Compliance. Die Gruppe hat ihre erste und zweite Verteidigungslinie weiter ausgebaut und zugleich in der gesamten Organisation eine Kultur disziplinierter Risikoverantwortung etabliert. Auf Ebene Verwaltungsrat und Geschäftsleitung wurde das Governance-Rahmenwerk erneuert, und ein neues Führungsteam ist nun im Amt.

Bestätigung der Strategie und Update Aktienrückkäufe
Mit Blick auf die Zukunft führt die Gruppe ihren Strategiezyklus 2026–2028 planmässig fort und hält an ihren Mittelfristzielen fest. In diesem Zusammenhang führt sie die Implementierung ihres überarbeiteten Risiko- und Compliance-Rahmens konsequent fort, wie kürzlich mit der Bekanntgabe der Halbjahresergebnisse 2026 bestätigt.

Die Forderung, zusätzliches CET1-Kapital in Höhe von CHF 250 Mio. zu halten, resultiert in einer faktischen Mindestanforderung für die CET1-Kapitalquote von 9.4 %. Dies entspricht einer Reduktion gegenüber der bisherigen Anforderung von CHF 500 Mio. Die von Julius Bär ausgewiesene CET1-Kapitalquote lag Ende Juni 2026 bei 18.5 %, was die robuste Kapitalausstattung der Gruppe bestätigt.

Julius Bär gibt bekannt, dass bei der FINMA ein Antrag zur Durchführung eines Aktienrückkaufprogramms eingereicht wurde, der noch der finalen Genehmigung bedarf.