• Wachstum der verwalteten Vermögen auf Rekordwert von CHF 528 Mrd., gestützt durch starke Aktienmarktperformance und Netto-Neugeldzuflüsse von CHF 3 Mrd.

  • Anstieg der Bruttomarge auf 90 Basispunkte (Bp) im Vergleich zu zugrunde liegendem** Niveau von 80 Bp im 2. Halbjahr 2025, was auf ausserordentlich hohe aktivitätsabhängige Erträge zurückzuführen ist

  • Operativer Hebel (Operating Leverage) weiter verbessert; Cost/Income Ratio verbessert auf 62% (2. Halbjahr 2025, zugrunde liegend: 67%) und adjustierte Vorsteuermarge auf 32 Bp erhöht (2. Halbjahr 2025, zugrunde liegend: 26 Bp)

  • Bilanz der Gruppe weiterhin äusserst liquide und Kapitalausstattung stark bei einer weiter verbesserten CET1-Kapitalquote von 18.1% (Ende 2025: 17.4%), die deutlich über den Mindestanforderungen liegt

  • Geschäftsleitung weiter gestärkt durch die Ernennung von Thomas Frauenlob, Co-Head Region Western Markets & Switzerland, und Rajesh Manwani, Co-Head Global Products & Solutions

Stefan Bollinger, CEO von Julius Bär, sagt: «In den ersten vier Monaten des Jahres 2026 verzeichneten wir beim Betriebsertrag den stärksten Jahresauftakt in der Geschichte der Julius Bär Gruppe, während sich der operative Hebel weiter verbesserte. Diese insgesamt starke Performance ist auf ein Rekordhoch bei den verwalteten Vermögen, eine ausserordentlich starke Kundenaktivität und anhaltende Kostendisziplin zurückzuführen. Das Ergebnis unterstreicht die Stärke unseres Geschäftsmodells und die Qualität unserer unabhängigen, persönlichen Beratung, mit der wir unsere Kundinnen und Kunden in äusserst volatilen Märkten und unsicheren Zeiten zur Seite stehen.»

«Gleichzeitig haben wir bei unseren strategischen und operativen Prioritäten weiterhin solide Fortschritte erzielt und sind auf Kurs, um unsere Mittelfristziele zu erreichen.»

Rekordhohe verwaltete Vermögen
Die verwalteten Vermögen (AuM) erreichten einen Rekordwert von CHF 528 Mrd., was einem Anstieg um 1% gegenüber dem Jahresende 2025 entspricht. Dieses Wachstum war einer positiven Marktperformance und Netto-Neugeldzuflüssen von CHF 3.0 Mrd. zu verdanken. Zusammen machten diese beiden Faktoren den Negativeffekt der weiteren Aufwertung des Schweizer Frankens mehr als wett. Die durchschnittlichen monatlichen AuM stiegen auf CHF 520 Mrd. (2. Halbjahr 2025: CHF 507 Mrd.). Die annualisierte Netto-Neugeldrate von 1.7% (2. Halbjahr 2025: 2.7%) war beeinflusst durch die fortgesetzte Umsetzung des umfassend überarbeiteten Risiko- und Compliance-Rahmens der Gruppe, die erhöhte Unsicherheit infolge des anhaltenden Nahostkonflikts sowie eine Pause beim Releveraging durch Kunden.

Derweil verzeichnete die Rekrutierung neuer Talente eine positive Dynamik: In den ersten vier Monaten des Jahres 2026 wurden mehr als 30 Kundenberaterinnen und Kundenberater eingestellt, und Anstellungsgespräche mit nahezu 50 weiteren Kandidaten befinden sich in fortgeschrittenem Stadium. Angesichts des anhaltenden Erfolgs bei der Gewinnung hochqualifizierter Fachkräfte sowie der verstärkten Ausrichtung auf verbessertes organisches Wachstum bekräftigt die Gruppe ihr Netto-Neugeldziel von 4–5% bis 2028.

Aktivitätsabhängige Erträge führen zu starker Bruttomarge und Cost/Income Ratio
Aufgrund eines deutlichen Anstiegs der Kundenaktivität erhöhte sich die adjustierte Bruttomarge um 10 Bp auf 90 Bp (2. Halbjahr 2025, zugrunde liegend: 80 Bp). Die aktivitätsabhängigen Erträge waren in den ersten drei Monaten des Jahres besonders stark, bevor sie im April merklich nachliessen.

Die Beiträge der einzelnen Ertragskomponenten zur Bruttomarge entwickelten sich wie folgt:
 

  • Wiederkehrende Erträge (innerhalb des Erfolgs aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft): 37 Bp (2. Halbjahr 2025: 37 Bp).

  • Zinsabhängige Erträge: 23 Bp (2. Halbjahr 2025: 24 Bp); ein Anstieg des Beitrags vom Erfolg aus dem Zinsgeschäft auf 5 Bp (2. Halbjahr 2025: 2 Bp) wurde durch den Rückgang des Beitrags vom Ertrag aus Treasury Swaps auf 18 Bp (2. Halbjahr 2025: 22 Bp) ausgeglichen.

  • Aktivitätsabhängige Erträge: 29 Bp (2. Halbjahr 2025: 20 Bp), davon stammten 11 Bp (2. Halbjahr 2025: 10 Bp) aus den nicht-wiederkehrenden Erträgen innerhalb des Erfolgs aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft und 18 Bp (2. Halbjahr 2025: 10 Bp) aus dem Erfolg aus Finanzinstrumenten bewertet zu FVTPL (ohne Ertrag aus Treasury Swaps). 

Die Gruppe konzentriert sich weiter darauf, Kostendisziplin auf allen Unternehmensebenen zu verankern und die Effizienz im Tagesgeschäft zu stärken. Die Umsetzung der bis Ende 2028 angestrebten Bruttokosteneinsparungen von CHF 130 Mio. auf Run-Rate-Basis verläuft planmässig.

Vor dem Hintergrund der starken Entwicklung der aktivitätsabhängigen Bruttomarge und anhaltender Kostendisziplin verbesserte sich die adjustierte Cost/Income Ratio auf 62% (2. Halbjahr 2025, zugrunde liegend: 67%), während die adjustierte Vorsteuermarge auf 32 Bp stieg (2. Halbjahr 2025, zugrunde liegend: 26 Bp).

Starke Kapitalausstattung
Getragen von der starken Profitabilität der ersten vier Monate 2026 schritt die Bildung von CET1-Kapital zügig voran. Dadurch verbesserte sich die CET1-Kapitalquote auf 18.1% gegenüber 17.4% zum Jahresende 2025. Nach der Rückzahlung von Additional-Tier-1-Kapitalinstrumenten (AT1) im Nennwert von USD 350 Mio. im März 2026 belief sich die Gesamtkapitalquote der Gruppe auf 24.0% (Ende 2025: 24.7%) und die Tier 1 Leverage Ratio betrug 4.8% (Ende 2025: 4.9%)***.

Auf diesen Niveaus lagen die CET1-Quote und die Gesamtkapitalquote der Gruppe weiterhin deutlich über den internen Untergrenzen von 11% bzw. 15% sowie sehr deutlich über den entsprechenden regulatorischen Mindestanforderungen von 8.4% bzw. 12.6%. Die Tier 1 Leverage Ratio befand sich weit über der regulatorischen Mindestanforderung von 3.0%.

Geschäftsleitung weiter gestärkt
Die Gruppe hat Thomas Frauenlob, Co-Head Region Western Markets & Switzerland, mit Sitz in Zürich, und Rajesh Manwani, Co-Head Global Products & Solutions, mit Sitz in Singapur, per 1. Juni 2026 in ihre Geschäftsleitung berufen. Diese Veränderung stärkt die Geschäftsleitung weiter und gewährleistet ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Gruppenfunktionen sowie Kunden- und Produktvertretung. Gleichzeitig reflektiert diese Zusammensetzung die klare Wachstumsausrichtung der Gruppe. In diesem Zusammenhang wird die Funktion des Group General Counsel, die von Christoph Hiestand wahrgenommen wird, künftig nicht mehr Teil der Geschäftsleitung sein, bleibt jedoch weiterhin direkt dem CEO unterstellt, ohne Änderung der Verantwortlichkeiten im Tagesgeschäft.

Ausblick
Nach der im April festgestellten Abschwächung der Kundenaktivität rechnet die Gruppe derzeit nicht damit, dass das aussergewöhnlich hohe Niveau der Kundenaktivität des ersten Quartals 2026 in den kommenden Monaten erneut erreicht wird. Die insgesamt starke Entwicklung in den ersten Monaten – unterstützt durch das Ausbleiben wesentlicher Einmaleffekte – versetzt die Gruppe jedoch in die Lage, für das erste Halbjahr 2026 einen IFRS-Konzerngewinn zu erwarten, der deutlich über demjenigen des ersten Halbjahres 2025 liegen dürfte.

Q&A-Webcast
Im Anschluss an die heutige Veröffentlichung des Interim Management Statements für die ersten vier Monate 2026 werden Stefan Bollinger, CEO von Julius Bär, sowie CFO Evie Kostakis um 8.15 Uhr (MESZ) eine Frage-Antwort-Runde mit Analysten abhalten. Der Webcast wird live übertragen und bleibt abrufbar unter www.juliusbaer.com/webcast.

* Basierend auf ungeprüfter Betriebsrechnung. Bezüglich der Verwendung der Alternative Performance Measures wird auf den Abschnitt ‘Alternative Performance Measures’ am Ende dieser Medienmitteilung verwiesen.

** 2025 waren die adjustierten Ergebnisse und Performance-Kennzahlen durch erhebliche Netto-Kreditverluste beeinträchtigt. In den ‘zugrunde liegenden’ Ergebnissen ist der Einfluss dieser Kreditverluste im Jahr 2025 nicht berücksichtigt.

*** Basierend auf 100% Gewinnrealisierung; für regulatorische Meldezwecke gemäss B3F ist die Erfassung von Gewinnen auf 70% begrenzt, wenn die Finanzergebnisse nicht von externen Wirtschaftsprüfern geprüft oder begutachtet wurden. Auf dieser Grundlage betrugen die CET1-Kapitalquote Ende April 2026 17.7%, die Gesamtkapitalquote 23.5% und die Leverage Ratio 4.7%.

Disclaimer für zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Medienmitteilung der Julius Bär Gruppe AG («das Unternehmen») umfasst zukunftsgerichtete Aussagen, welche die Absichten, Vorstellungen oder aktuellen Erwartungen und Prognosen der Gesellschaft über ihre zukünftigen Geschäftsergebnisse, finanzielle Lage, Liquidität, Leistung, Aussichten, Strategien, Möglichkeiten und das Geschäftsumfeld, in dem sie sich bewegt, widerspiegeln. Zukunftsgerichtete Aussagen umfassen alle Ereignisse, die keine historischen Fakten darstellen. Die Gesellschaft hat versucht, diese Aussagen durch die Verwendung von Worten wie «könnte», «wird», «sollte», «erwartet», «beabsichtigt», «schätzt», «sieht voraus», «glaubt», «versucht», «plant», «sagt voraus» und ähnlichen Begriffen zu kennzeichnen. Solche Aussagen werden auf der Grundlage von Schätzungen und Erwartungen gemacht, welche sich als falsch herausstellen können, obwohl die Gesellschaft sie im jetzigen Zeitpunkt als angemessen erachtet.

Diese zukunftsgerichteten Aussagen unterliegen Risiken, Unklarheiten, Annahmen und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass das tatsächliche Geschäftsergebnis, die finanzielle Lage, Liquidität, Leistung, Aussichten und Möglichkeiten der Gesellschaft bzw. der Märkte, welche die Gesellschaft bedient oder zu bedienen beabsichtigt, wesentlich von diesen zukunftsgerichteten Aussagen abweichen können. Wichtige Faktoren, die zu solchen Abweichungen führen können, sind unter anderem: Veränderungen des Geschäfts- oder Marktumfelds, legislative, steuerliche oder regulatorische Entwicklungen, die allgemeine wirtschaftliche Lage in der Schweiz, der Europäischen Union und anderswo sowie die Möglichkeiten der Gesellschaft, auf Entwicklungen in der Finanzdienstleistungsindustrie zu reagieren. Zusätzliche Faktoren können die tatsächlichen Resultate, Leistungen oder Errungenschaften wesentlich beeinflussen. Vor dem Hintergrund dieser Ungewissheiten wird den Lesern davon abgeraten, sich unangemessen auf derartige zukunftsgerichtete Aussagen zu verlassen. Die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften, ihre Direktoren, Manager, Arbeitnehmer und Berater übernehmen ausdrücklich keine Verpflichtung und beabsichtigen auch nicht, Aktualisierungen oder Korrekturen irgendwelcher in dieser Medienmitteilung enthaltener zukunftsgerichteter Aussagen vorzunehmen oder Änderungen in den Erwartungen der Gesellschaft oder Änderungen von Ereignissen, Bedingungen und Umständen, auf welchen diese zukunftsgerichteten Aussagen basieren, mitzuteilen, soweit dies nicht durch anwendbares Recht oder regulatorische Bestimmungen vorgeschrieben ist.

Alternative Performance Measures
This media release and other communication to investors contain certain financial measures of historical and future performance and financial position that are not defined or specified by International Financial Reporting Standards (IFRS). Management believes that these alternative performance measures (APMs) provide useful information regarding the Group’s financial and operating performance. These APMs should be regarded as complementary information to, and not as a substitute for, the IFRS results.

Adjusted results are derived by excluding from the IFRS financial results the impact on operating income (new since 1 January 2025) or on operating expenses related to acquisitions or divestments of businesses or participations (i.e. M&A transactions) as well as the taxes on those respective items. The M&A-related adjustments can represent inter alia items such as gain or loss on disposal; recycling of currency translation adjustments; amortisation of acquired customer relationships; goodwill impairment charges; M&A-related restructuring costs (examples of which include employee termination benefits that relate directly to the restructuring; contract termination costs; onerous contract provisions; consulting fees that relate directly to the restructuring; expected costs from when operations cease until final disposal); fees paid to advisers on the planning, execution, or financing of M&A transactions; integration-related IT or other general expenses; additional provisions set up for litigation or the recovered amount from the seller.