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Anlageuniversum Schweiz: Einblicke in die Arbeit des Schweizer Investment-Duos

Sie sind beide in der Schweiz geboren und aufgewachsen: Thomas Pfändler in den Glarner Alpen, Patrick Jnglin im Berner Seeland. Sie sind ein perfektes Duo und haben stets alles im Blick in der «Swiss Focus» Investment Management Boutique von Julius Bär. In unserem «Wealth-Architects»-Interview erläutern die beiden, warum Anleger gerne in die Schweiz investieren, was es mit der legendären Schweizer Bescheidenheit auf sich hat und womit sie sich in ihrer Freizeit am liebsten beschäftigen.

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Sie leiten eine Investment Management Boutique. Können Sie erklären, was Sie da machen?

Thomas Pfändler: «Wir sind Teil des Investment-Management-Bereichs von Julius Bär, der für Vermögensverwaltungsmandate zuständig ist. Wir investieren also Kundenvermögen im Einklang mit den Vorgaben, Anlagezielen und -profilen der Kunden und der strategischen Vermögensallokation der Bank. Innerhalb des Investment Managements hat jede sogenannte Investment Management Boutique einen anderen Fokus. Unsere Boutique wird liebevoll Swiss Boutique genannt, da wir uns ausschliesslich auf das Schweizer Aktien-, Immobilien- und Anleihenuniversum fokussieren.»

Marktführer praktisch aller Sektoren haben in der Schweiz ihren Hauptsitz.

Warum investieren Anleger in die Schweiz?
Patrick Jnglin: «Googeln Sie mal ‹Schweiz› und dann sehen Sie Dutzende von Fotos: herrliche Seen und Berge, Schokolade, Käse und Uhren ... Die Schweiz hat eindeutig ihre Vorteile! Aber unser Zuhause ist mehr als eine schöne Reisedestination. Die Schweiz ist punkto Bruttoinlandprodukt pro Kopf eines der Top-3-Länder der Welt.»

Thomas Pfändler: «Es gibt mehrere gute Gründe, sowohl in Bezug auf Markt- als auch Makroperspektiven. Der erste Grund ist der naheliegendste und der am häufigsten erwähnte, aber er kann trotzdem nie genug betont werden: Die Schweiz ist eine der stärksten und höchstentwickelten freien Marktwirtschaften der Welt. Sie erscheint nicht nur regelmässig in Toplagen in Indizes wie ‹Global Innovation› oder ‹Global Competitiveness›. Marktführer praktisch aller Sektoren haben in der Schweiz ihren Hauptsitz. Warum? Das Land hat eine ausgeprägte Wettbewerbspositionierung und erfreut sich politischer Stabilität mit günstigen Strukturbedingungen. Grossbanken, Gesundheitswesen, Konsum- und Luxusgüter, Dienstleistungsgesellschaften etc. stehen stellvertretend als Beispiele.»

 

Patrick Jnglin: «Obwohl das Land relativ klein ist, unterhält die Schweiz enge Beziehungen mit ausländischen Märkten. Viele Schweizer Unternehmen haben einen globalen Fussabdruck. So können sie von strukturellen globalen Wachstumstrends profitieren.» 

Wer ist Ihr typischer Anleger?
Patrick Jnglin: «Hier könnte man glauben, es ginge ausschliesslich um Schweizerinnen und Schweizer. Tatsache ist, dass wir sowohl mit inländischen als auch ausländischen Investoren kommunizieren. Bei den Schweizerinnen und Schweizern ist es interessant zu sehen, dass sich die legendäre Schweizer Bescheidenheit auch in ihrem Anlageverhalten wiederspiegelt. Typischerweise haben sie ein konservatives, bodenständiges Anlageprofil, bevorzugen liquide Lösungen und meiden komplexe Anlagevehikel. Auch mögen sie Aktien und Anleihen von Unternehmen mit vertrautem Namen und legen in Schweizer Franken an. Sie schützen sich gegen Fremdwährungsrisiken und halten ihr Vermögen innerhalb ihrer Komfortzone.»

Thomas Pfändler: «Ausländische Anleger hingegen versuchen, von der Stärke des Schweizer Frankens zu profitieren. Gleichzeitig wollen sie einer starken und stabilen Wirtschaft vertrauen. Schweizer Unternehmen standen permanent unter Druck, mussten noch effizienter werden, um die Stärke des Schweizer Frankens gegenüber Hauptwährungen wie dem Euro oder US-Dollar zu kompensieren.  Das ist einer der Gründe, warum der Schweizer Aktienmarkt seit der Jahrtausendwende zu den Aktienmärkten mit der besten Performance gehört.»

Die legendäre Schweizer Bescheidenheit spiegelt sich auch in ihrem Anlageverhalten wieder.

Welche Prinzipien liegen Ihrer Tätigkeit als Team zugrunde?
Thomas Pfändler:  «Für uns ist es enorm wichtig, dass wir mit den Unternehmen, die wir analysieren, in Kontakt stehen. Wir sind in der Schweiz aufgewachsen und haben in einigen der Firmen, die wir beobachten, sogar unsere Lehre gemacht. So kennen wir ihre Kultur und ihr Management, besuchen ihre Investorentage und treffen sie regelmässig, um über ihre Strategie auf dem Laufenden zu sein.» 

Patrick Jnglin: «Auch bevorzugen wir Marktführer und Innovatoren mit einer gesunden Bilanz und bodenständigen Unternehmenskultur sowie Führungsteams, die erreichen, was sie versprechen, und nicht nach den Sternen greifen, um dann nicht zu liefern.» 

Gibt es Momente, in denen Sie genug davon haben, die Schweiz zu analysieren?
Patrick Jnglin:  «Wahrscheinlich möchten Sie etwas anderes hören, aber auch in meiner Freizeit liebe ich dieses Land. Ich bin ein Sportfan. Ich kurve auf meinem BMC-Bike herum – das ist übrigens ein schönes Beispiel für eine Schweizer Firma, die innovativ und global in einem Nischenmarkt (Triathlon, Biken) tätig ist. Auch interessiere ich mich für Tennis, Fussball und Eishockey.» 

Thomas Pfändler:  «Ich bin mit Patrick einig und liebe es, zu reisen und mir alte Ruinen anzusehen. Diese Zeugen der Vergangenheit verdeutlichen, dass wir Menschen, auch wenn wir nicht ewig leben, fähig sind, Grosses zu leisten, das über Jahrhunderte oder gar Jahrtausende Bestand hat.

 

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