Entwicklung von Front-Mitarbeitenden

Weiterbildung ist eine wichtige Voraussetzung, um die Konkurrenz zu überflügeln. Neben der von verschiedenen Aufsichtsstellen verlangten Grundausbildung investiert Julius Bär stark in die kontinuierliche Entwicklung ihrer Kundenbetreuer. In der Schweiz bilden wir beispielsweise alle Kundenbetreuer nach dem ISO-Standard 17024 zu «Certified Wealth Management Advisors (CWMA)» aus. Das Angebot für Front-Mitarbeitende umfasst auch die kompetenzbasierte Vermittlung von Kenntnissen in den Bereichen Beratung, Bankwesen und Produkte. Damit das Schulungsangebot dem tatsächlichen Bedarf der Mitarbeitenden entspricht, sind an deren Entwicklung so genannte «Front-Botschafter» beteiligt. Talentierten Assistenten und Spezialisten bietet das «Junior RM Programme» eine ausgezeichnete Chance, sich auf eine Aufgabe in der Kundenbetreuung vorzubereiten.

Entwicklung aller Mitarbeitenden

Unser Programm für alle Mitarbeitenden bietet verschiedene Weiterbildungen in Online- oder in Präsenzkursen an. Aktuell beinhaltet es verschiedenste Vor-Ort-Schulungen zu Führung, Projektmanagement, Reden in der Öffentlichkeit, Design Thinking und vielen weiteren Themen. Die Kurse werden in mehreren Sprachen angeboten und finden an verschiedenen Orten weltweit statt. Mit unseren Online-Schulungen können sich Mitarbeitende jederzeit im jeweils individuellen Tempo weiterbilden. Über ein Mobilgerät haben die Teilnehmenden überall und dann, wenn sie Zeit haben, Zugriff auf die Inhalte. Das äusserst vielfältige Angebot reicht von Sprachkursen bis hin zur Vermittlung von Bankfachwissen und Kenntnissen über IT-Werkzeuge und -Systeme, Recht und Compliance oder die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Unseren Mitarbeitenden empfehlen wir nicht nur die Teilnahme an den zielgerichteten internen Programmen der Bank, sondern auch an fokussierten externen Schulungen, die wir in gewissem Umfang ebenfalls fördern.

Training and development

The continuous and targeted development of our employees is a core factor for Julius Baer’s success, and it is also a crucial need to support our employees to be ready and nimble for changes in the financial industry and the business environment at large. Through the Julius Baer Academy, we ensure that business needs and individual development goals are matched and that talent and leadership development is supporting a strong cultural and ethical behaviour as well as business excellence. Julius Baer will further develop the learning landscape for all employees to support lifelong learning and to ensure that everybody is well prepared for the changing world we live in today.
 

Leadership development

Julius Baer expects a lot from its leaders, and asks them to learn and improve continuously. Moreover, Julius Baer identifies and fosters future leadership talent, and offers exciting perspectives to employees with the right motivation to lead. Assessing leadership talent on different levels, by feedback from stakeholders, or by assessment centres, is a regular practice in the Bank. Julius Baer wants leaders to take a coach approach, and has eligible senior managers trained and coached, to empower them to act as mentors to their teams. To support a top-quality first line management function, Julius Baer collaborates with IMD, a leading business school, offering a unique, tailor-made ‘Team Leader Programme’ to people new in a management function.

David Schlumpf: «Agiles Lernen ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg eines Unternehmens. Und genau das möchte ich bei Julius Bär kultivieren.»

David Schlumpf, Leiter der Julius Baer Academy, ist fasziniert von der Macht des Lernens. Er erläutert hier seinen Plan, eine an den Mitarbeitenden orientierte Lernkultur in der gesamten Gruppe einzuführen.

David, warum ist Lernen für ein Unternehmen wichtig?
In einem sich immer schneller verändernden Umfeld wird Lernfähigkeit – die Fähigkeit, Informationen rasch zu erfassen und an veränderte Verhältnisse anzupassen – noch wichtiger als bisher, da einmal erworbene Kenntnisse und Inhalte schon bald wieder überholt sind. Daher ist agiles Lernen ein entscheidender Faktor für den Erfolg eines Unternehmens. Und genau das möchte ich bei Julius Bär kultivieren.

«Lernen» ist ein sehr allgemeiner Begriff. Könnten Sie ihn näher erläutern?
Wir müssen begreifen, dass Arbeit Lernen bedeutet und Lernen Arbeit ist: Wir sprechen hier von zwei Seiten ein und derselben Medaille. Um die Jahrtausendwende herum begannen Firmen, zunehmend auf den Faktor Effizienz zu setzen. Lernen fand nur noch im Klassenraum statt. Arbeit und Lernen wurden voneinander getrennt. Die Realität zeigt uns aber, dass wir am Arbeitsplatz viel mehr über unsere Arbeit lernen als in der (formellen) Umgebung eines Klassenraums, weil wir uns vernetzen oder uns in (informellen) Gemeinschaften austauschen können. Ich bin sicher, dass Sie heute durch Googeln oder im Gespräch mit Ihren Kollegen schon etwas gelernt haben. Lernen kann sowohl eine organisierte als auch eine selbstorganisierte Aktivität sein. Daher sollte unsere Definition des Lernens sämtliche Ebenen berücksichtigen, auf denen Menschen lernen und sich weiterentwickeln können.

Was bedeutet das für unsere Organisation?
Lernen sollte nicht als eine Abfolge einzelner Schulungen verstanden werden, sondern eher als eine kontinuierliche Erfahrung mit verschiedenen – formellen und informellen – Interaktionspunkten. Lernen ist eine Unternehmensfunktion, die in allen Rollen, Abläufen und Tätigkeiten erscheint. Das bedeutet auch, dass die Mitarbeitenden für ihre Weiterbildung und Entwicklung selbst verantwortlich sind – wobei sie vom Unternehmen unterstützt und von der entsprechenden Funktion unserer Gruppe, der Julius Bär Academy, gefördert werden.

Kurz gesagt: Sie Sehen Julius Bär als ein «lernendes Unternehmen». Was folgt aus dieser Sichtweise?
Da ich mich selbst als ein lebenslang Lernender betrachte und an die Macht des Lernens glaube, wollen wir innerhalb der Julius Bär Gruppe eine Umgebung für die Weiterbildung und Entwicklung unserer Beschäftigten schaffen, die sich an den Mitarbeitenden orientiert und ihnen ermöglicht, kontinuierlich ihr Wissen zu erweitern und zu erneuern, denn das wirkt sich letztlich positiv auf die Leistungsfähigkeit unserer Organisation aus. Die Entwicklung zu einem lernenden Unternehmen braucht allerdings Zeit und setzt das Engagement der Führungskräfte aller Ebenen sowie eine echte Kultur des Lernens voraus.

Wie wollen Sie das digitale Lernen fördern?
Ziel ist die Einführung eines flexiblen, mitarbeiterorientierten Lernmodells, das zeitunabhängiges Lernen und den Einsatz vielfältiger Plattformen erlaubt. Ausserdem kooperieren wir mit einem Anbieter, der uns ein riesiges Portfolio an offenen Online-Kursen von mehr als 150 Universitäten und Organisationen weltweit zur Verfügung stellt. Unsere Mitarbeitenden entscheiden selbst, wann und wo sie die kurzen Video-Sequenzen anschauen, die daran anschliessenden Fragen beantworten und mit anderen Lernenden interagieren. Das ist effizientes, kontinuierliches Lernen, das Spass macht.

Zum Abschluss noch eine Frage: Wie können wir als Mitarbeitende dazu beitragen, dass das «lernende Unternehmen» Realität wird?
Indem Sie neugierig bleiben und sich als lebenslang Lernende begreifen – nicht nur zum Wohl der Bank, sondern auch für sich selbst. Lernen beginnt bei jedem und jeder Einzelnen, setzt sich in einer Lerngemeinschaft fort und gipfelt in einem lernenden Unternehmen.

 

Candy Leung: «In nur einer Generation ist unsere traditionelle Unternehmensakademie mit Präsenzunterricht zu einer digitalen Akademie geworden»

Candy Leung, Leiterin der Julius Baer Academy Asia, äussert sich zum rasanten Wandel des Lernens im Unternehmen und zu den Möglichkeiten, die die Digitalisierung in diesem Bereich bietet.

Wie hat sich das Lernen im Unternehmen verändert?
Es hat sich ganz sicher weiterentwickelt: In nur einer Generation ist unsere traditionelle Unternehmensakademie mit Präsenzunterricht zu einer digitalen Akademie geworden. Tools wie Google, YouTube, Workplace by Facebook und andere haben die Lernlandschaft vollständig verändert. Heute müssen wir die Lerninhalte dort anbieten, wo unsere Mitarbeitenden sind.

Und wie steht es mit dem klassischen Präsenzunterricht?
Der Unterricht im Klassenraum ist nach wie vor wichtig. Aber die Technologie eröffnet uns neue Wege, das dort Gelernte zu vertiefen, etwa mit kurzen, interaktiven Lerneinheiten, die mobil bearbeitet werden können. Da laut Social Science Research Network 65 % der Menschen am besten visuell lernen, eignen sich visuelle Inhalte gut, um den Lernstoff zu verankern.

Was halten Sie von Online-Plattformen?
Sie sind vor allem für das Lernen im Beruf nützlich. Viele Unternehmen setzen bei der kontinuierlichen Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden auf digitale Medien. Ihr Vorteil ist, dass die Inhalte jederzeit über unterschiedlichste Mobilgeräte abgerufen werden können. Mit dem «Mobile Learning Programme» von Julius Bär erhalten unsere Mitarbeitenden Zugang zu Online-Kursen von mehr als 150 Universitäten weltweit. Diese können sie entweder zu Hause absolvieren oder mobil – wo und wann sie es wünschen und Zeit dafür haben.