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Kulturpreis 2006: Huber.Huber
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Der mit CHF 20'000 dotierte "Kulturpreis Julius Bär 2006" (vormals "EvE-Kulturpreis") wurde am 7. September 2006 den in Zürich lebenden Zwillingen Reto und Markus Huber erliehen (geb. 1975).
In umfangreichen Werkgruppen untersuchen die beiden Künstler soziale und naturwissenschaftliche Zusammenhänge des Alltags. Hinter dem zunächst wissenschaftlich erscheinenden Protokollieren, Erforschen und Aufzeichnen verbirgt sich eine unbefangene, kindliche Freude am Beobachten komplexer Systeme. Hellwach spüren Huber.Huber banale Situationen des Alltags auf, die in ihrer Belanglosigkeit manchmal kaum bemerkbar sind. So kann man beispielsweise im gesamten Stadtraum von Zürich Arbeiten von Huber.Huber begegnen, die sich auf den ersten Blick gar nicht als Kunstwerke zu erkennen geben: scheinbar missratene Vogelhäuschen, wie von ungelenker Kinderhand in rührender Absicht mühsam gebastelt. Den Vögeln jedoch scheint es einerlei, ob Kinder oder Künstler Hand anlegten. Huber.Huber führen in dieser Arbeit unsere beinahe schon reflexhaft einsetzende Wertung von richtig und falsch, von gut und schlecht ad absurdum und brechen spielerisch automatisierte Wertungen auf.
Mit Huber.Huber erhalten zwei gewitzte, junge Schweizer Künstler den "Kulturpreis Julius Bär", die am Anfang einer viel versprechenden künstlerischen Arbeit stehen. Mit ihrer unkonventionellen, im positiven Sinne kindlichen und erfrischenden Betrachtung von Verhaltensmustern unserer Zeit unterwandern sie mit humorvollem Hintersinn festgefahrene Denkweisen.
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